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IntelligenzWas ist
Intelligenz?
(lat. Intellegentia = Vorstellung,
Einsicht, Verstand)
Allgemein: Intelligenz äussert sich
in der Fähigkeit, anschauliche und abstrakte Beziehungen zu verstehen und
in problemlösendem Verhalten.
L. Thurstone hat Intelligenz in folgende
Primärfähigkeiten unterteilt:
Woher kommt
Intelligenz?
Diese Frage konnte bis heute nicht
definitiv beantwortet werden. Man nimmt an, dass ein gewisser Teil vererbt wird.
Allerdings hat auch die Umwelt sehr grossen Einfluss. Soziales Umfeld,
kulturelle Einflüsse, Erziehung , Schulung und Bildung spielen eine
Beachtliche Rolle, vor allem in der frühesten Kindheit.
Man kann nicht prüfen, wieviel
vererbt wird. Intelligenz ist nicht einfach ein bestimmtes Gen, das mit
bestimmten Eigenschaften vererbt wird, wie dies z.B. bei einigen Erbkrankheiten
der Fall ist, sondern ein sehr komplexes Zusammenspiel von vielen Genen. Deshalb
ist die Erforschung sehr schwierig.
In unserem Gehirn befinden sich etwa 100
Milliarden Nervenzellen, die für Körperfunktionen zuständig sind.
Nur ein sehr kleiner Teil davon ist bei Neugeborenen schon nach genetisch
festgelegten Plänen vernetzt und aktiv. Der grosse Rest wartet auf seine
sinnvolle „Verschaltung“. Das Kind lernt über einen
längeren Zeitraum sehen, riechen, tasten, hören und schmecken. Dabei
etablieren sich durch ständige Reizverarbeitung feste Schaltkreise aus den
100 Billionen möglichen Schaltstellen im Hirn. So kann auch Intelligenz vor
allem in den ersten Lebensjahren zum Teil „gelernt“ werden.
Solche Lernvorgänge sind jedoch
zeitlich begrenzt. Die sprachliche Wahrnehmung zum Beispiel ist mit etwa zehn
Jahren beendet. An ihr kann man den Umwelteinfluss leicht erkennen: Ein Kind von
eher schweigsamen Eltern beherrscht mit zwei Jahren rund 300 Wörter weniger
als ein gleich altes Kind gesprächiger Eltern. Wenn das Kind vor zehn
Jahren mit einer Fremdsprache in engen Kontakt kommt, wird es sein Leben lang
ein gutes Gefühl für diese Sprache haben.
Soziale und emotionale Erfahrungen in
der ersten Lebenszeit entscheiden mit darüber, wie intelligent,
selbstsicher und redegewandt ein Kind wird.
Man kann also zusammenfassend sagen,
dass die Förderung von Kleinkindern in verschiedensten Bereichen wertvoll
ist, da die Intelligenz nur zu einem gewissen Teil vererbt wird. Allzuviel ist
jedoch sehr ungesund: Früher Leistungsdruck führt zu
Reizüberflutung. Dadurch wird das Kind nicht intelligenter, sondern
nervöser, ängstlicher und weniger aufnahmefähig.
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